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Kunst Obsthalden

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Adresse
Obsthalden 121-135 und 141-145, 8046 Zürich

Künstler
Chrstian Hörler (1982*)

Realisation
2017

Kurzbeschrieb
Skulptur und Wandarbeiten

Eine klare, vertikale ausgerichtete Fassadenstrukturierung kennzeichnet die Zeilenbauten der Wohnsiedlung Obsthalden: feiner Putz kontrastiert mit dem gröberen. Dieses Element einer alternierenden Fassadengestaltung greift Hörler in seinem künstlerischen Eingriff auf: Er klatscht mit eigener bis zum Automatismus eingeübten Handbewegung einen groben Putz unmittelbar auf den feinen der Fassade. Je ein Relief abstrakt figurativer Formgebung ziert dadurch die Fassadenseiten eines Zeilenbaus, die weniger breit dafür aber dreigeschossig ist. Es sind Motive zu erkennen, die dem künstlerischen Werk von Christian Hörler eigen sind: In einem ständigen Spannungsverhältnis zwischen intuitiver und strategischer Handlung wuchert die Repetition nicht nur als Mittel zum Zweck sondern stellt auch eine eigene Formsprache dar.

Wie Hörler den Putz auf die Fassade klatscht, setzt er den Beton auf das Dach. Auf der gegenüberliegenden Seite eines Reliefs befindet sich jeweils eine Skulptur auf dem Dach. Skulptur und Wandarbeit bilden eine feine Klammersetzung, die es ermöglicht, jeden künstlerischen Eingriff für sich alleine, aber auch zusammenhängend zu betrachten: Hörler ist sich der Permanenz seiner Arbeit bewusst und spielt mit dem Auge des Betrachters. Die einen mögen Elemente von weither gebrachten Wandteppichen oder eines strategisch gepflügten Ackers erkennen, die anderen die gerochenen Früchte des Nachbargartens auf einem der drei Dächer wiederfinden. Sowohl an der sehr prominenten Stelle, der Fassade, wie auch an kaum wahrnehmbarem Ort, dem Dach, tauchen die Arbeiten Hörlers auf. Man kann sie sehen, wenn man will.

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